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Sachverständige allgemein

Die Berufsbezeichnung eines Kfz.-Sachverständigen ist nicht geschützt. Lediglich die Bezeichnungen „öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger“ oder „zertifizierter Sachverständiger“ sind geschützt. Mit dieser Zusatzqualifikation wird dokumentiert, dass ein Sachverständiger seine Qualifikation vor einem Prüfungsgremium nachgewiesen und sich nicht selbst zum Sachverständigen ernannt hat. Eine Nichtzertifizierung oder Nichtvereidigung bedeutet jedoch nicht zwangsläufig eine mangelhafte Qualifikation.

Um zu der Prüfung der Sachverständigenvereidigung zugelassen zu werden müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Zum Einen muss ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden in dem keine Vorstrafen eingetragen sein dürfen und zum Anderen benötigt man Referenzen die etwas über die persönliche Eignung aussagen. Auch das Alter muss „stimmen“ und soll mindestens 30 und max. 62 Jahre sein. Letztlich muss auch die berufliche Ausbildung mit den Mindestanforderungen übereinstimmen. Für das Sachgebiet „Kraftfahrzeugunfallursachen“ wird u. a. neben einer ausreichenden Berufserfahrung ein abgeschlossenes technisches- , physikalisches- oder Ingenieurstudium gefordert. In Nordrhein - Westfalen ist bestellende Körperschaft die Industrie und Handelskammer deren Abteilung „Recht“ zuständig ist.

Interessant ist, dass der vereidigte Sachverständige (wie auch Ärzte) einer Altersbeschränkung unterliegt. Nach der Vollendung des 68. Lebensjahres erlischt die Bestellung. Diese kann nur in Ausnahmefällen einmal um 3 Jahre verlängert werden. Hierzu existieren allerdings neue Rechtsprechungen, die in Kürze diese Alterbeschränkung womöglich aufheben.

Der Kfz.-Sachverständige hat ein breites Betätigungsfeld. Neben der zuvor angesprochenen Sachverständigenqualifikation wird folgende Unterscheidung vorgenommen:

  • Sachverständige für Straßenverkehrsunfälle (selbständig oder angestellt);
  • Sachverständige für Kfz.-Schäden und Bewertungen (selbständig oder angestellt);
  • angestellte Versicherungssachverständige, die nur im Auftrage der Versicherung tätig werden;
  • Sachverständige bei Großorganisationen (z.B. TÜV oder Dekra), die Fzg.-Abnahmen durchführen